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Teleskopzubehör

Alles, was man dann noch so braucht...

Okulare

Panoptic 35mm & Hyperion Zoom 24-8mm

An einem Dobson mit einem Öffnungsverhältnis f/5 sind hochwertige Okulare leider Pflicht. Leider, denn hochwertig geht exponentiell mit dem Preis einher, so dass für den Einstieg lediglich ein Panoptic 35mm als Übersichtsokular angeschafft wurde. Mit 7mm Austrittspupille ist das sinnvolle Maximum für diesen Dobson erreicht. Dafür ist das Okular schlichtweg über jeden Zweifel erhaben. Die Schärfe bei 68° Eigengesichtsfeld ist superb, lediglich am äußersten Rand tritt eine leichte Unschärfe auf, was absolut zu verschmerzen ist. Das Okular kann unter dem aufgehellten Hamburger Himmel nur als Aufsuchokular verwendet werden. Unter Landhimmel aber spielt es eine wichtige Rolle, und es macht wirklich Spaß, offene Sternhaufen oder den Orionnebel damit zu beobachten. Das Hyperion-Zoom war dagegen von Anfang an ein klarer Kompromisskauf. Zunächst einmal sollte es den Aldi-Refraktor einigermaßen benutzbar machen (dort waren nur Plastikokulare beigelegt). Gleichfalls sollte es den finanziellen Rahmen nicht sprengen und einen großen Vergrößerungsbereich abdecken. Und es sollte später ohne Reue weiterverwendbar sein. Die eierlegende Wollmilchsau also. Da wir noch keinen Kontakt zu anderen Hobbyastronomen hergestellt hatten, wurde eine einsame Entscheidung getroffen und das Okular von Teleskop-Service bestellt. Die erste Lieferung musste umgetauscht werden, da sich Fussel und Staubkörnchen im Okular befanden. Das umgetauschte Okular macht eine überraschend gute Figur – selbst am eher problematischen f/5 Lightbridge. Am f/6 Skywatcher ist das Bild über den gesamten Vergrößerungsbereich akzeptabel. Von den langen zu den kurzen Brennweiten ist an beiden Instrumenten jedoch noch eine deutliche Verbesserung bei der Schärfe wahrnehmbar. Am Lightbridge sind die 24mm und 20mm Stufen nur sehr eingeschränkt nutzbar. Bei 24mm ist das Bild zum Rand hin deutlich unscharf und das nutzbare Feld ist mit geschätzt 80% (bei 50° sGF) eher klein. Ab 16mm wird das scharfe, nutzbare Feld immer größer. Nach Schulnoten bewertet bekommt das Okular eine 3+ am Lightbridge und eine 2 am Skywatcher.

 

Speers-Waler Zoom 5-8mm

Speers-Waler Zoom 5-8mm

Je höher man mit einem Dobson vergrößern will, desto mehr Gesichtsfeld wünscht man sich, da die Objekte sonst zu schnell aus dem beobachtbaren Bereich wandern. Gleichzeitig soll das Okular möglichst über das gesamte Gesichtsfeld scharf abbilden. Beides ist an einem f/5 Dobson nur noch mit teuren Okularen möglich. Eine Ausnahme bildet das inzwischen legendäre Speers-Waler Zoom 5-8mm von Antares. 82° Gesichtsfeld und eine exorbitant gute Abbildung. Dazu noch der frei wählbare Zoombereich zwischen 8mm und 5mm. Das ganze zu einem Bruchteil eines einzigen Nagler-Okulars. Herz, was willst Du mehr? Es macht einfach Spaß, Objekte damit zu beobachten.

 

TS-Barlow 2fach
Televue-Powermate 4fach

Barlows

Diese 2fach-Barlow konnte gebraucht von mir auf eBay erworben werden. Es handelt sich um die Standard Barlow von TS allerdings in der 2 Zoll Ausführung. Über die Qualität kann man im großen und ganzen nicht meckern, allerdings ist die Kombination von Hyperion-Zoom + Barlow eher grenzwertig. Das Bild erscheint hier bei 8mm (4mm via Barlow) nicht mehr so klar wie es z.B. das Speers-Zoom direkt an 5mm bringt. Auch machten sich bei der Verbindung mit der Webcam störende Farbsäume bemerkbar. Immerhin ist das ED-Element abschraubbar, so dass mit dem Justierlaser "barlowed" justiert werden kann.

Ebenfalls angeschafft wurde eine 2 Zoll 4x Powermate von Televue, mit der sich sowohl visuell als auch fotografisch arbeiten lässt. Für beide Anwendungen ist die Abbildungsleistung superb und schlichtweg über jeden Zweifel erhaben. Aufgrund der hohen Vergrößerungsleistung findet die Powermate allerdings bisher hauptsächlich für Planetenaufnahmen Verwendung. Hiermit wird am Lightbridge eine Brennweite knapp über 6 Metern erreicht, was f/20 entspricht und für den Chip der Philips-Webcam das ideale Öffnungsverhältnis darstellt

 

Telrad Finder

Telrad

Das Beste Teleskop nützt nichts, wenn das Zubehör nicht stimmt. Wichtigstes Zubehör beim Aufsuchen von Objekten am Himmel ist ein vernünftiger Sucher. Durch ein dünnes Sucherröhrchen am 60/700 Refraktor vorgeschädigt, wurde mit dem Kauf des Dobsons ein Telrad angeschafft. Dies ist kein Sucher, sondern ein Finder. Definitiv das Beste am Markt. Leider mit knapp 300g sehr schwer. Leichtbaudobsons dürften hier wohl arge Balanceprobleme bekommen (falsch konstruierte Meade Dobsons ebenfalls ;-)) Das Prinzip ist genial und einfach: mittels einer Linse wird ein Zielkreis auf eine schräge Klarglasfläche projiziert. Beim Durchschauen bekommt man so ein unvergrößertes Bild des Himmels mit eingespiegelten Zielkreisen zu sehen. Wer damit nicht zurechtkommt hat das falsche Hobby.

 

Spheretec Concenter

Fangspiegeljustierung

Das Concenter Justageokular von Spheretec ist die Edelausführung einer Filmdose, ähnlich einem Cheshire. Mittels eingravierter konzentrischer Kreise kann damit der Fangspiegel recht komfortabel justiert werden. Durch die einfache Ausführung empfinde ich diese Justagemöglichkeit als sehr angenehm und einfach.

 

Justierlaser

Hauptspiegeljustierung

Nachdem der Fangspiegel mit dem Concenter mittig im OAZ ausgerichtet wurde, erfolgt die Ausrichtung auf den Hauptspiegel sowie die Justage des Hauptspiegels selbst mit einem Laser. Der von uns benutzte Laser stammt von Fa. Göbel und hat einen 2“ Anschluss. In den Anschluss kann noch ein Barlowelement hineingeschraubt werden, so ist der Laser auch „barlowed“ nutzbar.

 

TouCam

Webcam

Auch wenn ein Dobson ohne Nachführplattform eher ungeeignet für die Astrofotografie ist, habe ich nicht widerstehen können und auf eBay per Schnäppchenkauf eine Philips ToUCam erworben. Und da mittlerweile eine EQ-Plattform für den Lightbridge existiert, konnte die Webcam auch schon mehrfach für Aufnahmen genutzt werden. Es ist fummelig, aber es geht, und die Bilder sind sogar brauchbar.

 

Filter

Filter

Gleich zu Beginn des Astrofiebers wurde klar, von der Terassensternwarte aus ist der Himmel sehr aufgehellt. Abhilfe, zumindest ein wenig, schafft hier ein CLR-Filter von Seben in 1,25 Zoll. Dieser schluckt eine Menge Licht und lässt die typischen Linien des Stadtlichts nicht passieren. Daraus resultieren allerdings auch zwei Probleme: Galaxien werden dadurch ebenfalls abgeschwächt, denn diese Leuchten im gesamten optischen Spektrum. Und zweitens färbt der Filter die verbliebenen Sterne giftgrün. Wir haben den Filter am Orionnebel ausprobiert und uns eingebildet, ein wenig mehr Struktur erkennen zu können. Generell ist es aber ratsamer, einfach an dunklen Orten zu beobachten.

Wenn allerdings der gute alte Mond beobachtet werden soll, so muss an lichtstarken Teleskopen einiges an Licht geschluckt werden, wenn man nicht geblendet werden will. Hier schafft ein variabler Polfilter in 1,25 Zoll-Ausführung von Antares Abhilfe. Durch die variable Einstellung kann je nach Geschmack und Mondphase die ideale Filtereinstellung gefunden werden.

 

SQM-L

Helligkeitsmesser

Für eine Dokumentation der Grenzgröße während der Beobachtung gibt es verschiedene Methoden, welche bisher alle visuell funktionierten und sehr viel Erfahrung vom Beobachter voraussetzten. Seit 2007 ist dies Schnee von gestern, denn da hat die Firma Unihedron mit dem Sky Quality Meter (SQM) ein Luxmeter für astronomische Zwecke auf den Markt gebracht. Das Gerät misst in mag/arcsec² oder übersetzt: Magnituden pro Bogensekunden zum Quadrat. Klingt kompliziert, ist in der Praxis aber nur ein Knopfdruck, und schon bekommt man einen geeichten, vergleichbaren Wert angezeigt. Eine Umrechnung zur gängigen FST-Skala wäre zwar nett, ist aber bei genauem Nachdenken eigentlich Quatsch, entspräche es doch dem Gedanken, immer noch in D-Mark statt Euro rechnen zu wollen. Da die Geräte mit 80° Gesichtsfeld im Zweifelsfall zu sehr auch die eigentlich nicht störenden Nebenlichtquellen (z.B. Lichtdom über einer horizontnahen Stadt) erfassten, gibt es inzwischen eine Version des SQM mit Linse (SQM-L), welches nur 20° Gesichtsfeld erfasst. Beide Geräte sind ansonsten identisch. Das oben abgebildete Gerät ist ein SQM-L. Ein typischer Wert für unsere Terassensternwarte liegt bei 17.8

 

Astrokoffer

Koffer

Das ganze Geraffel findet derzeit Platz in einem CD Koffer von DeJa. Kostenpunkt: 19,90€ zzgl. 1 Stunde Bastelarbeit für das Zurechtsägen des Verpackungsschaumstoffes (alte Computerschachteln geplündert). Wenn allerdings noch mehr Zubehör dazukommt, wird ein neuer Koffer fällig. Wer hätte aber auch damit gerechnet, dass es so schnell voran geht...
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