Hasis wunderbare Welt des Webs

Eine private Homepage mit einem tollen Slogan unter dem Titel!

Hasis wunderbare Welt des Webs - Eine private Homepage mit einem tollen Slogan unter dem Titel!

  • impressum
  • kontakt
Startseite

Hauptmenü

  • Blog
  • Astronomie
    • Lightbridge 12"
    • Skywatcher 8"
    • Astrolon 60/700
    • EQ-Plattform
    • Teleskopzubehör
    • Astrolinks
  • Geocaching
  • Homerecording
  • Wirre Welt

Suchen

Newsfeeds

Inhalt abgleichen

Benutzeranmeldung

  • Neues Passwort anfordern

Der 2,5" Refraktor

...mit Feinkost Albrecht zu den Sternen

Das Astrolon

Im August 2007 konnte für einige Tage ein „Profi-Teleskop“ bei Feinkost Albrecht alias Aldi erworben werden. Es gab noch Restexemplare, und während Schatzi brav in der Schlange stand, rotierten die Gedanken des Autors nach einem kurzen Blick auf das Komplettpaket bereits um Galaxien, Planeten und überhaupt. Wir wollten doch schon immer mal… Und klar ist das gut, ach was, bei knapp 40€ kann man nicht viel falsch machen… Zur Not geben wir es halt zurück. Nun ja. Das Schicksal nahm seinen Lauf. Und es ist doch so, mit irgendetwas muss man ja anfangen. Das Weltall ist unendlich, der Geldbeutel nicht. Da war das Astrolon schon die richtige Wahl, um überhaupt einmal einen Blick auf die Sterne zu werfen. Wenn, ja wenn das Teleskop einigermaßen in der Lage wäre, ein scharfes, unverzittertes Bild zu liefern. ..

Die technischen Daten sind schnell aufgelistet: Linsenteleskop nach Fraunhofer, 60mm Öffnung, 700mm Brennweite. Gabelmontierung auf windiger Alustativ-Konstruktion. 4 Okulare von minderer Qualität, dazu noch mit einem völlig unsinnigen Brennweitenbereich von 20mm, 12,5mm, 9mm und 4mm. Der Okularauszug hat immerhin eine 1,25“ Aufnahme, was ermöglicht, auch hochwertige Okulare zu nutzen. Dafür ist der Okularauszug selbst völlig indiskutabel. Der Zahn/Trieb arbeitet mit einem Spiel, als hätte ein Straßenbauer die Endmontage vorgenommen. Als Zubehör wurde ein Mondfilter (Plastik), eine 1,5fach Barlowlinse sowie allerhand anderer irrelevanter Kram beigelegt. Was geht mit so einem Teleskop? Nicht viel möchte man meinen. Tatsächlich ist die Qualität allenfalls ausreichend, um einen Achtjährigen kurzfristig zum Staunen zu bringen. Als erwachsener Anfänger muss man aber schon ein grundsätzliches Interesse an der Astronomie mitbringen, um sich überhaupt länger als 20 Minuten mit dem Spielzeug zu beschäftigen. Dann allerdings kann dieses Teleskop schon eine Menge bieten.

Zunächst aber ist es ratsam, es zu tunen. Klassischerweise ist der Tubus von innen mit Velours auszukleiden. Gleich danach kann der OAZ verbessert werden, indem man ebenfalls großzügig Velours und/oder Teflonband auf dem Trieb appliziert. Das mindert das Spiel auf ein erträgliches Maß. Das Wichtigste allerdings ist, das Stativ nach dem Kauf zu entsorgen, und das Teleskop irgendwie auf einem Fotostativ zu befestigen. Zwei (Fall-)Rohrschellen aus dem Baumarkt klemmten in unserem Fall den Tubus auf eine 6mm Holzplatte, welche ihrerseits mit dem Fotostativ verbunden war. So ließ sich einigermaßen komfortabel beobachten. Letzte und teuerste Tuningmaßnahme ist das Austauschen der Plastikokulare gegen vernünftige Plösslokulare. Apropos Okulare: Warum der Hersteller nicht wenigstens das 4mm zugunsten eines Okulars im oberen Brennweitenbereich geopfert hat? Nun, anders ließe sich ja nicht die Wahnsinnsvergrößerung von 262fach erreichen (bei gleichzeitiger Verwendung der mitgelieferten 1,5fach Barlow). Klar ist aber, dass das Astrolon bereits mit dem 9mm Okular (78fach) hart an der Grenze der sinnvollen Vergrößerung kratzt. Bei 8mm, wie es mit dem Hyperion Zoom möglich wurde, war der Lichtverlust so extrem, dass keine sinnvolle Beobachtung abseits des Mondes möglich war.

Damit wären wir auch schon bei den erreichbaren Objekten: Wer den Mond gerne einmal anders, als mit dem bloßen Auge sehen möchte, dem bieten sich mit dem Astrolon (und den zwingend erforderlichen Umbaumaßnahmen) durchaus Möglichkeiten abseits von Feldstechern. Auch Planeten sind erreichbar, allerdings müssen die Erwartungen deutlich heruntergeschraubt werden. Bei Saturn waren die Ringe als kleine Henkel erkennbar, der Mars bleibt ein winziges rotes Scheibchen. Jupiter müsste auch beobachtbar sein (was nicht geprüft werden konnte), die Venus aber z.B. konnte mit ihren Phasen sehr gut beobachtet werden. Abseits des Sonnensystems wird es aber schon schwierig. Offene Sternhaufen im Fuhrmann ließen sich ebenso beobachten, wie der Orionnebel. M31 reduzierte sich aber schon auf den innersten Kern, der gerade so wahrnehmbar blieb. Auch M13, immerhin der hellste beobachtbare Kugelsternhaufen auf der nördlichen Hemisphäre, blieb ein kleines, diffuses Nebelfleckchen. Galaxien oder Nebel sind dagegen definitiv nicht erreichbar. Seit der Anschaffung der beiden Dobson-Teleskope lagert das Astrolon sauber verpackt in seinem Transportkoffer. Zum Wegschmeißen ist es dann doch zu schade, und vielleicht wird es ja irgendwann zum Leitrohr umfunktioniert.

  • impressum
  • kontakt

Copyright 2003 bis heute - Harry Siegel | original theme "deco" - http://drupal.org/project/deco