Säg, bohr, schraub...

Der untere Lagerbock des Südlagers. Eine M8 Gewindestange sowie ein Einschlaggewinde aus dem Baumarkt fügen sich mit dem Hartholz zu einer harmonischen Einheit. Als Abstandshalter zum oberen Lagerbock dient später eine PVC Unterlegscheibe zwischen zwei Stahlunterlegscheiben.

Der untere Lagerbock hat seine Position auf der Grundplatte eingenommen. Prototypen der Rollen sind mit Klebeband fixiert. Mit aufgesetztem Plattentisch kann nun alles in Waage gebracht werden.

Da die Zahnrad + Schnecke des Conrad Schneckenradsatzes 1:20 auf der Welle nicht fixiert werden können, müssen vorsichtig Bohrungen vorgenommen werden. Anschließend ein M3 Gewinde geschnitten und gut. Mit etwas Öl, einem HSS-Bohrer und einem Gewindeschneider kein Problem. Schutzbrille? Jepp!
Das Conrad Schneckenrad hat übrigens zu wenig Fleisch, um eine Madenschraube mehr als 1 ½ Umdrehungen aufzunehmen. Deshalb wurde es auf der Welle mit Metallkleber fixiert. Andere Dinge danach auch. Metallkleber rockt!

Nur wenige Tage Arbeitsstunden später ist auch schon der Antriebsblock fertig. Sieht auf dem Bild etwas schief aus. Ist es in Wirklichkeit auch. Macht aber nix. Flutscht super. Der Motor ist der übliche Verdächtige - ein RB 35 / 1:600 von Conrad.

Hier mal von der Vorderseite. Da ich Freds Variante zwar technisch toll aber irgendwie zu kompliziert fand, hab ich den Block einfach fixiert und entkoppel das Zahnrad von der Zahnstange direkt. Bitte keine Schulterklopfer. Die Idee hab ich von Christof Gurdan abgekupfert, guckst Du hier.

Zurückstellen der Plattform leichtgemacht: einmal gekoppelt, einmal entkoppelt. Einfach ziehen, zurückstellen, reindrücken. Funktioniert fast automatisch, die verdammte Schwerkraft macht es möglich.

Als Antriebsschaltung habe ich die bewährte Drehzahlregelung von Ekkehard (Pteng) benutzt. Mittlerweile ist auch noch eine Power-LED hinzugekommen. Und die macht Sinn, denn zum einen ist der Motor auf Sterngeschwindigkeit sauleise, man fragt sich also ggf. ob er läuft, und zweitens lässt sich im Schein der LED das Rückstellen der Plattform einfacher gestalten. Dem ganzen habe ich ein nettes Gehäuse sowie einen Kippschalter spendiert. Stromquelle ist ein 12V Blei-Gel Akku.

Die schönste Plattform bringt nur die halbe Leistung, wenn sie abschüssig steht. Deshalb wurden Nivellierfüße angebracht. Wieder wurden Einschlagmuttern bemüht und mit M10 Nivellierfüßen bestückt. Das ganze steht bombenstabil.

Der Lohn all der Müh' : die Grundplatte ist fertig. Eine neckische Kreuzlibelle hilft beim Nivellieren.

Und zusammen ergibt das: die Plattform. Uff. Hat dann doch länger gedauert, als geplant. Aber es lohnt sich!
