astronomisch
Internationales Jahr der Astronomie (IYA-2009)
hasi — 10 Januar, 2009 - 14:07
Internationale Tage oder Jahre gibt es wie Sand am Meer, weshalb wir uns inzwischen nur noch von einem vorgeblich bedeutsamen Datum zum anderen bewegen. Und Hand aufs Herz, wer interessiert sich schon für das Internationale Jahr der indigenen Völker (1993), das Internationale Jahr der Kleinstkredite (2005) oder das Internationale Jahr des Sportunterrichts (ebenfalls 2005)? Und wen außer Charlotte Roche mag der Welttag der Feuchtgebiete (2. Februar) tangieren? Aber zwischen all diesen mehr oder weniger bedeutungsvollen Gedenkjahren und Aktionstagen sticht das Jahr 2009 als Internationales Jahr der Astronomie dann doch hervor, denn die Astronomie berührt alle Menschen, ganz gleich, wo sie leben, selbst dann, wenn sie sich dessen noch nicht einmal bewusst sind.
Das Internationale Jahr der Astronomie möchte und sollte allen Menschen einen Anstoß geben, die Schönheit des Universums (wieder) zu entdecken und einzutauchen in faszinierende Welten, diesseits und jenseits unseres Sonnensystems. Auch in Deutschland finden deshalb bundesweit Informationsveranstaltungen, Vorträge und – ganz wichtig – gemeinsame Beobachtungsnächte von Amateuren wie auch Profis statt, bei denen jeder Interessierte die Möglichkeit erhält, mit eigenen Augen das Universum zu erforschen. Einen ersten Überblick über die stattfindenden Veranstaltungen gibt es auf dem IYA2009-Blog von Daniel Fischer. Ebenfalls empfehlenswert und mit vielen Veranstaltungstips ist natürlich die offizielle deutsche Webseite zum Internationalen Jahr der Astronomie 2009. Wer mitdiskutieren will kann dies im eigens eingerichteten IYA-2009-Forum auf www.astrotreff.de. Auch lohnt sich der regelmäßige Blick in den Lokalteil der heimischen Zeitung, um sich über die Termine der vielen regionalen Events zu informieren. Aber auch wer das Universum lieber für sich allein studieren will, findet eine Fülle von Informationen und Möglichkeiten. Den Anfang sollte wohl das Herunterladen und Installieren einer guten Astrosoftware machen: www.stellarium.org ist so eine Software. Damit kann man sich schon einmal einen guten Überblick über den aktuellen Himmel verschaffen. Wer im Anschluss daran selbst beobachten möchte, der irrt wenn er meint, dafür bräuchte es eine teure Ausrüstung: Im Gegensatz zu so manchen anderen Wissenschaften nämlich braucht es außer einem Fernglas zunächst einmal nur einen dunklen Himmel, und schon kann die Reise durch unsere Milchstraße (und darüber hinaus) losgehen. Vom Mond bis hin zur Andromedagalaxie sind unter einem dunklen Himmel damit bereits einige schöne Beobachtungen machbar.
Andromeda Widefield
hasi — 27 Oktober, 2008 - 14:05
Kann man nur mit einer Canon EOS 350D plus einem Stativ bewaffnet eine Aufnahme der Andromeda Galaxie machen? Ja, kann man, wenn man mal wieder tief in die Trickkiste greift. Wie schon bei den Planeten-Aufnahmen gilt auch in diesem Fall: viele Aufnahmen, bei max. möglicher Belichtungszeit - und diese dann kombinieren.
Diese Aufnahme entstand von der heimischen Terrasse aus (Grenzgröße knapp 4mag):

Aufnahmedaten: Canon 350D, Kit-Objektiv bei 27mm f/4, 15sek @ISO-800
Wenn man nun viele dieser Einzelbilder kombiniert, sie mit Deepskystacker, Fitswork und Gimp malträtiert kommt irgendwann sowas heraus:
Und siehe da: nicht nur M31, die Andromedagalaxie ist auf dem Bild, nein, unten ist auch M33, die Dreiecksgalaxie, als zarter Schleier zu sehen. Ebenfalls mit auf das Bild geschmuggelt hat sich dann noch der offene Sternhaufen NGC 752 (das Gekröse links im Bild).
Die Nachbearbeitung hat mehrere Stunden gekostet, da selbst der Osthimmel hier in HH sehr aufgehellt ist, was natürlich bei der Bildaddition zunächst mit verstärkt wird. Deshalb musste der Hintergrund mehrfach geglättet werden, was später zu lasten einer effektiven Rauschminderung ging. Ebenfalls mussten Abstriche bei der Färbung in Kauf genommen werden, da der Himmel über Hamburg leider im fahlen Gelblicht der Natriumdampflampen erscheint - so wird aus dem normalerweise vorherrschenden Nachtblau ein schmieriges Braungrau. Also weg mit der Farbe, so weit es geht.
Aber immerhin: es geht!
Die ASW für Zuhause
hasi — 14 Mai, 2008 - 09:48
Hartwig Lüthen von der GvA-Hamburg hat mir freundlicherweise die Stellarium Landscape-Dateien der GvA-Außensternwarte zukommen lassen, mit der Erlaubnis, das ganze von hier aus zu spiegeln. Wer also mit Stellarium eine kleine Himmelstour für Handeloh planen möchte kann sich die Landscape hier herunterladen: http://www.hasipara.de/node/407 (7 MB)
Nach dem Download einfach das .rar entpacken und den darin enthaltenen Ordner in das Verzeichnis "landscapes" im Stellarium Programmordner verschieben. Nach dem Start von Stellarium muss die Landschaft noch ausgewählt werden. Fertig.
Viel Spaß damit!
Saturn vom 25.04.08
hasi — 6 Mai, 2008 - 19:31
Irgendwie bin ich noch gar nicht dazu gekommen, meinen letzten Saturn hier hochzuladen. Also voilá:
Aufgenommen mit der TouCam am Lightbridge 12" auf EQ-Plattform bei knapp über 6m Brennweite (via 4x Powermate).
Gemittelt wie immer per Giotto, geschärft in Registax. 5% von 500 Bildern.
Das Ergebnis ist zeigt Detailmässig einen Kompromiss aus Cassinischer Teilung und den Wolkenbändern. Bei stärkerer Schärfung kommt die Teilung besser durch, aber dann zeigen sich die sog. "Zwiebelringe".
Sterntagebuch – 040508
hasi — 6 Mai, 2008 - 08:33
Wie immer während der letzten Nächte wollte ich auch heute den Saturn abfilmen. Das Seeing während der Aufnahmen war aber ähnlich schlecht wie Tags zuvor in Handeloh. Also schnell M51 angepeilt. Tja. Ist halt nicht Handeloh. Wieder nur der dünne Nebelfetzen. Dafür M81 und M82 angepeilt. Die hatte ich in Handeloh ganz vergessen. Wow. Die kommen auf die Liste für den nächsten Ausflug zur Außensternwarte. Beide Galaxien zeigten das typische Bild, M81 eher rund, M82 als dicke Zigarre. Das hätte ich jetzt von der heimischen Terrasse aus gar nicht erwartet.
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